Schweiz: Ferien mit Hund gut planen – Tierschutzstiftung warnt vor Tierimporten

Sommerzeit ist Reisezeit. Damit die bevorstehenden Sommerferien für Mensch und Tier nicht zum Albtraum werden, ruft die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz (SUST) zu verantwortungsvollem Handeln auf.

Ob Ferien mit dem eigenen Hund oder die Begegnung mit vermeintlich hilfsbedürftigen Tieren im Ausland: Gute Vorbereitung und die richtigen Informationen schützen Tierleben und verhindern unnötiges Leid.

Ferien mit Hund: Gut geplant reist es sich entspannter

Für viele Menschen gehört der Hund zur Familie und soll auch in den Ferien nicht fehlen. Doch nicht jede Reise eignet sich für einen vierbeinigen Begleiter. Lange Autofahrten, hohe Temperaturen, ungewohnte Umgebungen oder regionale Krankheitsrisiken können für Hunde belastend sein.

Die SUST empfiehlt deshalb, bereits vor der Buchung wichtige Fragen zu klären:

  • Ist das Reiseziel hundetauglich?
  • Sind Hunde vor Ort willkommen oder gelten Einschränkungen?
  • Ist die Anreise für das Tier zumutbar?
  • Wurden gesundheitliche Vorsorgemassnahmen mit dem Tierarzt besprochen?

Wer seinen Hund mit in die Ferien nimmt, übernimmt Verantwortung für dessen Wohlbefinden – vor, während und nach der Reise.


Bild (KI-generiert): Praktische Vorbereitung und Information schützen Tierleben

Tierliebe kennt keine Grenzen – aber Gesetze

Sommerferien führen viele Menschen ins Ausland. Dort begegnen Reisende oft streunenden Hunden oder Katzen und möchten spontan helfen. Was gut gemeint ist, endet leider nicht selten tragisch.

Die Mitnahme von Tieren aus dem Ausland oder der Kauf von Tieren über Online-Plattformen unterliegt strengen gesetzlichen Bestimmungen. Fehlende Impfungen, Gesundheitsnachweise oder Wartefristen können schwerwiegende Folgen haben: für Tier und Halter.


Wer von einem Tierhändler kauft, unterstützt auch sein «Business» und das Leid geht weiter.

„Viele meinen es gut – aber Unwissenheit schützt nicht vor Konsequenzen“, sagt Susy Utzinger, Gründerin der Stiftung. „Ein Tier zu retten bedeutet, Verantwortung zu übernehmen: rechtlich, gesundheitlich und emotional.“

Je nach Herkunftsland drohen bei einer illegalen Einfuhr Quarantäne, Rückführung des Tieres, hohe Bussen oder im schlimmsten Fall die Euthanasie aufgrund fehlender Tollwutnachweise.


Tierkäufe aus Mitleid sind selten eine gute Idee. Der Import von Tieren in die Schweiz ist an strenge Vorschriften geknüpft, deren Erfüllung oft deutlich mehr Zeit benötigt als zwei Wochen Ferien.

Verantwortung beginnt mit Information

Mit den Informationsangeboten und Kampagnen der SUST erhalten Tierfreunde praktische Unterstützung für tiergerechte Ferien und einen verantwortungsvollen Umgang mit Tieren im In- und Ausland.

Der kostenlose Ratgeber «Ferien mit dem Hund» bietet zahlreiche Tipps zur Reiseplanung, Transport, Gesundheit und Einreisebestimmungen. Gleichzeitig sensibilisiert die Kampagne «Spiele nicht mit meinem Leben» für die Risiken des illegalen Tierimports und zeigt auf, wie man Tieren im Ausland sinnvoll helfen kann, ohne ihr Leben zu gefährden.

Die Botschaft ist einfach: Tierliebe bedeutet Verantwortung. Wer sich informiert, schützt Tiere, im Urlaub und darüber hinaus.



Kostenlose Broschüren und Informationsmaterialien

  • Ratgeber «Ferien mit dem Hund«
  • Flyer zur Kampagne «Spiele nicht mit meinem Leben»
  • Mehrsprachige Flyer und Plakate für Tierarztpraxen, Tierheime, Reisebüros und weitere Partnerorganisationen

 

Quelle: Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz (SUST)
Bildquelle: Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz (SUST)

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